Warum ist Netzneutralität wichtig?

Du könntest bald mehr bezahlen für weniger Internet

Die Europäische Kommission und der Europäische Rat wollen ein Gesetz verabschieden, das es Internetprovidern nach Belieben erlaubt, Preisdiskriminierungen einzuführen und für die Benutzung bestimmter Online-Services mehr Geld zu verlangen. Nur diejenigen, die mehr bezahlen, würden einen leichten Zugang zu ihrer Zielgruppe bekommen und somit die Offenheit, die den sozialen und wirtschaftlichen Erfolg des Internets beflügelt, zerstören.

Das Internet, wie wir es heute kennen, sichert allen die gleichen Freiheiten und Chancen auf Erfolg zu. Ohne Netzneutralität werden Internetprovider zu digitalen Hilfssherriffs, die für diejenigen, die es sich leisten können, eine Überholspur im Internet anbieten und eine langsame Spur für alle anderen.

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Internetprovider hätten das Recht, die Inhalte Deines Internet-Anschlusses zu kontrollieren. Dann könnten sie nach Belieben Inhalte blockieren, filtern und somit darüber entscheiden, welche Informationen für ihre Kundinnen und Kunden zugänglich sind und welche nicht.

Wenn so viel Macht in die Hände privater Firmen fällt, würde das unsere Meinungsfreiheit in hohem Maße beschädigen.

"Ich kümmere mich jetzt um Deine Kinder"

Die EU-Mitgliedsstaaten wollen es Internetprovidern erlauben einen sogenannten "Kinderschutz"-Filter, der Dir ohne Einwilligung aufgezwungen wird, im Netzwerk zu installieren. Die Bedürfnisse von Kindern können ihre Eltern am besten einschätzen. Allerdings überlassen diese "parental control" Filter den Eltern in Wirklichkeit gar keine Kontrolle. Stattdessen liefern Internetprovider standardisierte Einheitsfilter.

Kinderrechtsorganisationen wie das britische Kinderrechts-Informationsnetzwerk (CRIN), haben Bedenken geäußert, dass ohne Mitbestimmungsrecht der Eltern über den Filter, alle Kinder unabhängig von ihrem Alter gleich behandelt werden. Dies könnte dem Schutz der Kinder, ihrer Erziehung und persönlicher Entwicklung letztlich schaden.

Was passiert gerade?

Am 3. April 2014 stimmte das Europäische Parlament eine netzneutralitätsfreundliche Position ab. Dies konnte nur gelingen, weil viele von Euch die Abgeordneten des Europa-Parlaments kontaktiert und aufgefordert haben, sich für ein offenes und freies Internet einzusetzen.

Die EU-Mitgliedsstaaten haben sich viel Zeit gelassen und einigten sich am 2.März 2015 auf eine irreführende Regelung, die dem Entschluss des Parlaments widerspricht und Netzneutralität nachhaltig zerstören würde. Dieser Vorschlag würde die Ungleichbehandlung von Anbietern, das Blockieren auch von rechtmäßigen Inhalten und Preisdiskriminierungen ermöglichen.

Gerade beginnt die Phase des "Trilogs", in der alle drei EU-Institutionen eine endgültige Fassung des Gesetzestextes aushandeln. Deshalb ist es höchste Zeit, Deine EU-Abgeordneten zu kontaktieren und sie aufzufordern, für ihre Entscheidung vom April 2014 einzustehen und nicht zuzulassen, dass die großen Telekommunikationsunternehmen das Internet und die Freiheit im Netz zerstören.

Netzneutralität ist das Gründungsprinzip des Internets. Es garantiert, dass alle Datenpakete gleich behandelt werden und alle den gleichen Zugang zum Internet haben. Dieses Prinzip garantiert also ein buntes und innovatives Internet, so wie wir es alle kennen. Einige Telekommunikationsunternehmen wollen das ändern und neue Geschäftsmodelle aufbauen, die auf Diskriminierungen und Restriktionen basieren. Wir dürfen das wirtschaftliche und soziale Gemeingut Internet nicht für den Profit einer Handvoll Unternehmen verspielen.

Wir brauchen Deine Hilfe, indem Du von Deinen Abgeordneten einforderst, das offene und neutrale Internet zu schützen. Fordere sie auf die Netzneutralität zu schützen!

Was sind Triloge?

Jetzt Handeln!

Kontaktiere Deine EU-Parlamentsabgeordneten.
und unterstütze ihre soliden Positionen zur Netzneutralität in Europa!

Schicke ein Fax! Verlange die Durchsetzung einer echten und unbedingten Netzneutralität!

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UNSERE TIMELINE ZUR RETTUNG DES INTERNETS!

  • 30. Juni 2010: EU-Kommission beginnt mit Beratungen zur Netzneutralität.
  • 11. September 2013: Vorschlag der EU-Kommission zur Netzneutralität enthält irreführende Version von "Netzneutralität".
  • 28. Dezember 2013: Wir starten SaveTheInternet.eu am 30c3, dem Hackerkongress des Chaos Computer Clubs.
  • 3. April 2014: Europäisches Parlament stimmt für eine netzneutralitätsfreundliche Version. Diese demokratische Entscheidung müssen wir verteidigen!
  • 1. Oktober 2014: NGOs und Industrie rufen Europäische Regierungen auf, Netzneutralität durchzusetzen.
  • 26. Februar 2015: Die Amerikanische Kontrollbehörde FCC führt Regelungen ein, die Netzneutralität schützen.
  • 3. März 2015: Europäischer Rat beschließt endgültige Fassung, die, aufgrund von Lobbying durch große Telekommunikationsunternehmen, eine falsche, irreführende Regelung zur Netzneutralität enthält, und alle möglichen Arten der Ungleichbehandlung ermöglicht.
  • 11. März 2015: Der letzte Kampf beginnt. Verhandlungen zwischen EU-Kommission, Parlament und Rat werden aufgenommen.
  • 23. März 2015: Erstes Trilog Treffen.
  • 3. April 2015: Einjähriges Jubiläum der Entscheidung für eine netzneutralitätsfreundliche Position im Europäischen Parlament.
  • 21. April 2015: Zweites Trilog Treffen
  • Eine Einigung der Verhandlungsteilnehmerinnen und Verhandlungsteilnehmer des Trilogs wird zum Sommer 2015 erwartet. Aber das kann sich ändern.

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Kontaktiere Deine Parlamentarier

Handle jetzt und sprich mit Deinen Abgeordneten über Deine Rechte und Freiheiten. Der beste Weg das zu tun, ist ein Telefonanruf bei Abgeordneten des Europäischen Parlamentes, aber Du kannst auch ein Fax, einen Brief, oder eine E-Mail schicken. Wir stellen alle Informationen dazu zu Verfügung und ein Anruf ist über unsere Homepage gratis.

Allgemeine Ratschläge

Sei freundlich und verstell Dich nicht! Versuche am besten sachlich zu bleiben, unabhängig davon, ob Du mit Deinen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern, und den politischen Gruppierungen einer Meinung bist oder nicht. Wir wollen kein schlechtes Licht auf die Kampagne und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter werfen.

Meistens wirst Du mit Parlamentsassistentinnen und Parlamentsassistenten und nicht direkt mit Abgeordneten sprechen. Assistentinnen und Assistenten haben eine wichtige Rolle in der Meinungsbildung der Abgeordneten. Deshalb ist es auch sinnvoll mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Wenn eine Frage aufkommt, die Du auf die Schnelle nicht beantworten kannst: Keine Panik! Von Dir wird keine Expertise erwartet. Du kannst einfach sagen, dass Du der Frage nachgehen wirst und Dich dann wieder meldest. Wende Dich an uns und frag uns!

Wenn Du mit dem Gespräch trotzdem nicht zufrieden bist, gib nicht auf! Erkundige Dich nach der Position Deiner Abgeordneten zum Thema und der entsprechenden Begründung.

Du kannst Deine Gepsprächspartnerinnen und Gesprächsparnter bei Telefonaten auch vorschlagen, mit detaillierteren Informationen zurückzurufen, sich persönlich zu treffen (wenn gewünscht), Dokumente zuzuschicken oder Quellen anzugeben. Manchmal wirst Du gebeten eine E-Mail zu schicken. Du könntest dann später noch einmal anrufen, um zu fragen, ob Deine E-Mail auch gelesen wurde, und ob man darauf eingehen möchte.

Fax

Mit unserem Fax Tool kannst Du eine Nachricht an Mitglieder des Europäischen Parlamentes schicken, die in deren Büros ausgedruckt werden wird. Da ein Fax ein physischer Gegenstand ist, sind Deine Chancen, dass es gelesen wird, viel höher. Es ist allerdings sehr wichtig, dass Du personalisierte Nachrichten schreibst, damit es nicht aussieht, als wäre es aus einer Vorlage kopiert. Das gilt natürlich auch für E-Mails!

Mail

Du kannst Deine Abgeordneten auch per E-Mail kontaktieren. Ihre Adressen findest Du oben im Mail Widget.

Massenrundmails an alle Abgeordneten zu senden, auch an diejenigen, die nicht an der Abstimmung teilnehmen, halten wir für kontraproduktiv. Die Abgeordneten und deren Personal sind sehr gut darin, solche Nachrichten zu erkennen. Anstatt etwas zu bewirken, landen sie im Spam-Ordner. Massenmails erwecken den Anschein, dass Du Dir nicht die Zeit nehmen möchtest, Dich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Sie führen dazu, dass auch die Nachrichten Anderer zum gleichen Thema ignoriert werden - dies schadet unserer Sache.

Die beste Lösung ist es, personalisierte E-Mails mit Deinen eigenen Worten und Deinem eigenen Wissen zum Thema zu versenden. Und denk daran: Du musst kein Experte sein, um Deine Abgeordneten zu kontaktieren und ihnen Dein Anliegen mitzuteilen. Wenn möglich, geh auch auf die Positionen der politischen Fraktion der jeweiligen Abgeordneten ein.

Tweets an Abgeordnete

Tweets sind ein sehr effektives Mittel dafür, Abgeordnete dazu zu bringen sich mit einem Thema zu befassen. Da Abgeordnete keine öffentliche Debatte zu einem Thema verlieren möchten, eignen sie sich besonders gut um Aufmerksamkeit zu bekommen - außerdem sind die 140 Zeichen für einen Tweet schnell geschrieben!

Facebook

Wenn Du Dir die Arbeit machst, einen Text zu formulieren, ist es hilfreich, wenn Du ihn auch per Facebook schickst. Du kannst entweder eine Privatnachricht schreiben, oder, falls die Privatsphäreeinstellungen es zulassen, auch auf der Wall der Abgeordneten posten. Öffentliche Postings ziehen mehr Aufmerksamkeit nach sich, und können breite, öffentliche Debatten entfachen.

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